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Gute Gespräche bei der Fachtagung "Bauen mit Holz" in Garching

Die Zimmerer-Innung München war Mitveranstalter der Fachtagung "Bauen mit Holz" in Garching. Stv. Obermeister Andreas Vollrath (l.) nutzte die Gelegenheit für Gespräche mit politischen Entscheidungsträgern und Planern.

Mit mehr als 60 Besuchern stieß die Fachtagung "Bauen mit Holz" am 2. Februar 2018 im Bürgerhaus in Garching auf eine hohe Resonanz. Die hohe ökologische Bedeutung des Werkstoffs Holz in Zeiten der Klimaerwärmung unterstrich Landrat Christoph Göbel in seinem Grußwort. 

Der Landkreis München habe bereits gute Erfahrungen mit Gebäuden in Holzbauweise gemacht, sagte Christian Dauer, Referatsleiter Hochbau. Als Beispiele nannte er das Naturerlebniszentrum Pullach, die energetische Sanierung der Berufsschule München-Land und Unterkünfte für Asylbewerber.

Holzbauten anschaulich präsentiert

Richtig anschaulich wurde es im Block "Holzbau in der Praxis": Jochen Simon vom Institut für Landtechnik und Tierhaltung sowie die Architekten Martin Hirner, Regina Gaigl und Frank Lattke stellten ihre Projekte aus den Bereichen Landwirtschaft, Kommunale Bauten, Gewerbe- und Wohnungsbau vor.

"Fachtagung kam bei Bürgermeistern super an"

Sehr zufrieden mit der Fachtagung war Andreas Vollrath, stv. Obermeister der Zimmerer-Innung München. "Das Programm kam bei den Bürgermeistern super an." Nach kurzen Impulsreferaten habe ein sehr guter Austausch in verschiedenen Workshops stattgefunden, bei dem sich die politischen Entscheidungsträger detailliert zum Holzbau informieren konnten.

Ob Kindertagesstätten, Privathäuser oder Produktionshallen, das Häuschen im Grünen oder städtisches Hochhaus, Massivholzbau oder Ständerbauweise, die Möglichkeiten seien unendlich. Alle Varianten stehen laut Referenten für eine hohe Ästhetik, hervorragende bauphysikalische Eigenschaften und bieten ein hohes Wohlfühlklima. Der hohe Vorfertigungsgrad im Werk führe zu kurzen Montagezeiten auf der Baustelle und garantiere hohe Qualität.

Nur moderate Preissteigerungen im Holzbau

Im Verlauf der Fachtagung wurde auch deutlich, dass Vorgaben im Brand- und Schallschutz, Dauerhaftigkeit eines Bauvorhabens, mehrstöckiges Bauen, aber auch Sanierungen mit Holz mindestens gleichwertig zu anderen Bauweisen erfüllt werden können. Die Architekten lieferten ein weiteres Argument pro Holzbau: Während beim konventionellen Bauen die Preise massiv stiegen, würden im Holzbau  nur dezente Preissteigerungen verzeichnet.

Potenzial der regionalen Vermarktung

Das Potenzial des regionalen Baustoffs Holz zeigte Dr. Georg Kasberger vom AELF Ebersberg auf: Er rechnete vor, dass allein mit dem Stammholzpotenzial der Mitglieder der Waldbesitzervereinigung Ebersberg/München-Ost 500 bis 750 Holzhäuser pro Jahr errichtet werden könnten. "Vom Waldbau bis zum fertigen Holzgebäude - hier liegt ein großes Potenzial für die lokale Wertschöpfung im ländlichen Raum!"

Die Veranstalter:

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